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Katrin Bautsch

Wissen

Stillprobleme seitens des Kindes.

Von der geringen Gewichtszunahme bis zum Stillen von Frühgeborenen – wo das Baby eine ganz eigene Lernkurve geht.

Lächelndes Baby – auch Frühgeborene können gestillt werden

Diese Seite dient zur Information und ersetzt nicht die persönliche Fachberatung.

Geringe Gewichtszunahme

In den ersten Lebenstagen nimmt ein Neugeborenes zunächst ab – meist nicht mehr als 7 % des Geburtsgewichtes. Ist die Abnahme höher oder erreicht bzw. überschreitet sie 10 %, sollte das Stillverhalten überprüft werden. Wenn aus medizinischer Indikation zugefüttert werden muss, sollte dies möglichst mit abgepumpter Muttermilch erfolgen, nicht mit der Flasche. Im Alter von 7 Tagen, spätestens am 14. Lebenstag, haben gut gestillte Kinder ihr Geburtsgewicht wieder erreicht.

Von der Flasche zurück zur Brust

Um eine Saugirritation zu vermeiden, sollte in den ersten Lebenswochen die Zufütterung nicht mit der Flasche erfolgen. Ist ein Kind an die Flasche gewöhnt und lehnt die Brust ab, kann es behutsam über alternative Fütterungsmethoden (Brusternährungsset, Fingerfeeding, Becher) zurück zur Brust geführt werden.

Das unruhige Stillkind — Regulationsschwierigkeiten

„Das Baby mit besonderen Bedürfnissen."

Gleich nach der Geburt lernen Sie das Temperament Ihres Kindes kennen: Träumer, Genießer, aufgeregte, unruhige oder besonders liebebedürftige Kinder.

Sie können Ihr Kind mit Liebe und Geborgenheit nicht verwöhnen. Was es braucht: viel Hautkontakt, Getragen-werden, eine reizarme Umgebung. Ein Baby mit schwierigem Start (komplizierte Geburt, Trennung von der Mutter, Frühgeburtlichkeit) hat besondere Bedürfnisse.

Blähungen

Der Darm eines Neugeborenen ist unreif. Er muss sich an die Verdauung erst gewöhnen. Eine gesunde Darmflora entwickelt sich, wenn der Verdauungstrakt nicht zusätzlich mit anderen Flüssigkeiten irritiert wird.

Erkrankung des Kindes

Muttermilch ist die gesündeste Nahrung für einen Säugling, auch bei einer Erkrankung. Einige Stoffwechsel-Erkrankungen erlauben nur ein Teilstillen mit spezieller Diätnahrung.

Zu frühgeborenes Baby

Muttermilch für das Frühgeborene ist einzigartig.

  • → Reich an Immunstoffen, bietet Schutz vor Infektionen.
  • → Unterstützt die Reifung der Darmschleimhaut.
  • → Regt den Aufbau einer gesunden Darmflora an.
  • → Wird vom Baby besonders gut vertragen.
Mutter mit Kind – die Kraft der Muttermilch

Das Stillen von Frühgeborenen und kranken Kindern ist möglich und wichtig. Es bedarf besonderer Unterstützung und Beratung schon während des Klinikaufenthaltes.

Ein gut koordiniertes Zusammenspiel von Saugen, Schlucken, Atmen ist meist ab der 32. SSW möglich. Das Stillenlernen ist ein Prozess, der viel Zeit und Geduld braucht. Wichtig sind intensiver Körperkontakt und Nähe. Singen und reden Sie viel mit Ihrem Baby. Freuen Sie sich über die kleinsten Fortschritte.

Brusttrinken ist nicht anstrengender als aus der Flasche zu trinken – im Gegenteil: Ein zu früh geborenes Kind kann sich an der Brust besser regulieren und hat weniger Sauerstoffabfälle.

Nicht Stillen

Frauen, die sich gegen das Stillen, für das Teilstillen oder das Füttern abgepumpter Muttermilch entschieden haben, müssen respektiert werden. Aufklärung zu Abpumpen, Aufbewahrung, liebevollem Flasche-geben und Bindungsförderung sind Teil meiner Beratung.

Auch bei Frühgeborenen an Ihrer Seite.

40 Jahre Erfahrung in der Neonatologie – wir finden gemeinsam einen Weg.

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