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Katrin Bautsch

Wissen

Schwierigkeiten beim Stillen — Mutter.

Wunde Brustwarzen, Milchstau, Mastitis, zu wenig Milch – die häufigsten Themen, und wie sich fast immer Lösungen finden lassen.

Baby in liebevoller Umarmung – Hilfe bei Stillschwierigkeiten der Mutter

Diese Seite dient zur Information und ersetzt nicht die persönliche Fachberatung.

Wunde Brustwarzen und Verletzungen

Ein Hinweis auf unkorrektes Saugen oder falsches Anlegen sind verformte (spitze, flach gedrückte) Brustwarzen nach dem Stillen.

In den ersten Tagen sind empfindliche Brustwarzen normal, starke Schmerzen und Verletzungen hingegen nicht. Häufige Ursachen: falsche Pflege, unkorrekte Stillposition, abruptes Lösen von der Brust, ein kurzes Zungenbändchen beim Baby oder der Einsatz von Beruhigungssaugern.

Bei Verletzungen, die nicht heilen wollen, sollte eine Pilz- oder bakterielle Infektion ausgeschlossen werden.

Die häufigste Ursache für frühzeitiges Abstillen sind wunde Brustwarzen. Deshalb ist es besonders wichtig, die Ursache zu finden. Achten Sie auf eine gründliche Handhygiene – wunde Brustwarzen sind ein Risiko für Brustentzündungen.

Gefäßspasmus

Die Brustwarze verfärbt sich – meist nach dem Stillen – an der Spitze weiß, verbunden mit sehr starken Schmerzen.

Milchstau

Ursachen sind oft Stress, mechanische Behinderung (Rucksack, zu enger Still-BH), ein verstopfter Milchkanal oder plötzlich längeres Schlafen des Babys. Selten ist die Ursache zu viel Milch. Es kommt zu einer schmerzhaften Schwellung, Rötung, evtl. Fieber und Schüttelfrost.

Auch hier gilt: der Ursache auf den Grund gehen, vor allem bei wiederholtem Milchstau.

Entzündung der Brust (Mastitis)

Eine Brustentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung und erfordert medizinische Behandlung.

Unterstützend wirkt eine Low-Level-Lasertherapie.

Der Übergang von einem Milchstau zu einer Brustentzündung ist meist fließend. Symptome wie beim Milchstau, dazu starke Schmerzen, meist hohes Fieber, Abgeschlagenheit und ein starkes Krankheitsgefühl.

Abszess nach einer Brustentzündung

Ein Abszess ist eine sehr seltene Komplikation. Häufig finden sich in der Vorgeschichte wunde Brustwarzen, wiederkehrende Milchstaus oder Brustentzündungen, die nur unbefriedigend behandelt wurden. Diagnostisch lässt sich ein Abszess mit Ultraschall sicher feststellen.

Zu wenig Milch

Ursachen können sehr vielschichtig sein: Fehlinformationen zum Stillen, Beruhigungssauger oder Brusthütchen, Zufüttern von künstlicher Säuglingsnahrung. Aber auch schwieriger Geburtsverlauf, Plazentareste, Schilddrüsen­unterfunktion, hoher Blutverlust, Unsicherheit der Mutter oder wenig Unterstützung im Umfeld. In sehr seltenen Fällen (3–7 %) liegen anatomische Besonderheiten vor.

Besonders hier bedarf es engen Kontakts zur Laktationsberaterin. Klärung der Ursachen steht an erster Stelle, dann folgen die Wünsche und Ziele von Mutter und Partner:in. Hilfsmittel wie Brusternährungsset, elektrische Milchpumpe, Fingerfeeding, Becher, Saugtraining oder Galaktogoga werden individuell abgewogen.

Schmerzen oder Unsicherheit?

Früh anfragen lohnt sich. Sie müssen das nicht aushalten.

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